Guter Handel

Im historischen Dorfkern von Ulm steht das Grosshaus und erinnert an die Zeiten regen Handelns an den Glarner Alpenpässen. Nun können Gäste im sanierten Glarner Doppelbauernhaus den Charme der lokalen Baukultur erleben.

Das Dorf Elm besteht aus wettergegerbten Strick-Holzhäusern und ist eines der wenigen Dörfer im Glarnerland, dass seine Ursprünglichkeit bewahren konnte. Das Grosshaus ist ein Zeitzeuge handwerklichen Könnens und der wirtschaftlichen Blütezeit Elms, als sich der Handel über die Alpen entfaltete. Als Elm noch von Saumzügen auf der alten Handelsroute passiert wurde, spielte das Baudenkmal eine wichtige Rolle – hier wurden Waren getauscht, Pferde gewechselt, Reisende und Säumer einquartiert und verpflegt.

Erbaut wurde das Grosshaus in den Jahren 1585/86 durch den Baumeister und Richter Burkhard Elmer. Es zählt zu den schönsten noch erhaltenen bürgerlichen Bauernhäusern der Region. 1956 wurde es unter Denkmalschutz gestellt und in den Rang eines eidge­nössisch anerkannten Baudenkmals erhoben.

Besonders auffallend am Grosshaus ist der Hauseingang mit „Brüggli“, einer überdachten Treppen des erhöhten Hauseingangs, und die mit farbigen Fall- und Schiebeläden ver­sehenen Fenster. Auch das Innere spiegelt eine repräsentative, an bürgerlichen Vor­bildern orientierte Baugesinnung mit gotischen Türpfosten, schmucken Renaissancetüren und Wandbänken wider. Nun können bis zu sechs Personen das Ambiente des Glarner Doppelbauernhauses erleben.

Das „Grosshaus“ befindet sich in Privateigentum und wir über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.Weitere Informationen zu dem Baudenkmal finden Sie hier.

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