Weniger Material, mehr Wirkung

Drei Türme, ein klares Statement: Das Wohnensemble Three Point in Dübendorf zeigt, wie architektonische Haltung, ressourceneffiziente Planung und präzise Detaillierung eine Gebäudehülle formen können, die weit über den ästhetischen Anspruch hinauswirkt. Besonders das Geländerkonzept setzt Massstäbe – gestalterisch wie ökologisch.

Unter dem Namen Three Point wurden in Dübendorf drei Wohntürme realisiert, die das urbane Wohnen neu vermessen. Mit Höhen von 102, 109 und 113 m sind sie gegenwärtig die höchsten Wohnhäuser der Schweiz – und ein markantes Zeichen für zeitgemässe Verdichtung. Das Ensemble wurde von der Architektengemeinschaft ARGE Wachtel / Meier Hess Architekten entworfen und im Minergie-Standard durch die ADT INNOVA Construction AG umgesetzt.

Ein besonderer Blickfang ist die Fassadengestaltung: Balkone und Brüstungen erzeugen je nach Perspektive eine plastische Dynamik, die die Turmkörper optisch in Bewegung versetzt. Verantwortlich dafür sind die von der Müssig AG entwickelten und produzierten Geländerelemente, die nicht nur den architektonischen Ausdruck prägen, sondern auch zeigen, wie stark Geländer heute zum stilbildenden Bestandteil einer Gebäudehülle werden können. Der finanzielle Hebel ist bemerkenswert: Bei vielen Grossprojekten machen Geländer nur rund ein Prozent der Investition aus – und eröffnen dennoch enormes gestalterisches Potenzial.

Im Three Point wurden über 10000 pulverbeschichtete Aluminiumplatten zu mehr als 10 km Balkongeländer verarbeitet. Das computergenerierte Stanzmuster greift das Logo des Projekts auf und verwandelt es in eine individuelle gestalterische Signatur. Der eigentliche Clou liegt jedoch in der Materialplanung: Durch intelligentes Design und eine konsequent optimierte Konstruktion konnten gegenüber der ursprünglichen Planung über 550t Material eingespart werden. Das reduziert Transport, Montage und Ressour-
cenverbrauch erheblich – und senkt die CO₂-Emissionen um bis zu 80 Prozent. Auch formal überzeugt das System: Die extrem homogene Oberfläche verleiht dem Geländer eine fast grafische Wirkung. Die Innengeländer folgen dem Rhythmus der Treppenläufe, sind statisch präzise verbaut und kommen mit minimalen Verschraubungen aus. Das Ergebnis ist ein ruhiges, durchdachtes Gesamtkonzept – ästhetisch wie konstruktiv.

Das Geländersystem stammt aus der Produktgruppe MLB, einer Eigenentwicklung der Müssig AG. Diese Leichtbaugeländer aus Hohlprofilen verursachen bei der Realisation eines klassischen Staketengeländers bis zu 50 Prozent weniger CO₂ als vergleichbare Vollstahlprodukte (Studie myclimate, einsehbar auf muessig.ch). Gleichzeitig ermöglichen MLB-Profile eine überraschende gestalterische Freiheit und eröffnen den Architekt:innen neue Ausdrucksformen.

Müssig baut seit über 150 Jahren Geländer – mit einer Präzision, die kaum Grenzen kennt. Sicherheit steht dabei weiterhin im Zentrum. Alle MLB-Produkte entsprechen den SIA-Normen, oftmals übertreffen sie diese sogar. Erhältlich sind die Systeme in Aluminium- und Stahlhohlprofil, als Lochblech, Architekturnetz oder Spezialglas. Zudem arbeitet das Unternehmen an neuen Materialkonzepten, die zukünftige Anwendungen weit über das Übliche hinaus denkbar machen. Dank modernster Produktionstechnik können die komplexeren MLB-Systeme trotz ihres höheren Gestaltungsgrades preisgleich zu Vollprofilgeländern angeboten werden. Ein Beitrag zur Ressourcenschonung, der ohne Kostenaufschlag möglich wird – und Mut zur Verantwortung belohnt.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier.

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