Ein Treppenhaus, das Massstäbe setzt

Mit dem Neubau des Universitäts-Kinderspitals Zürich hat die Stadt nicht nur ein architektonisches Ausrufezeichen gesetzt, sondern auch einen Ort geschaffen, an dem Form und Funktion auf vorbildliche Weise ineinandergreifen. Besonders eindrücklich zeigt sich das in den Treppenhäusern des Gebäudes: Sie sind mehr als blosse Verbindungen zwischen den Etagen – sie sind raumbildende Skulpturen aus Sichtbeton, die den Alltag in einer Kinderklinik mit architektonischer Qualität bereichern.

Die grosszügigen, organisch geformten Treppenanlagen erschliessen das dreigeschossige Klinikgebäude auf elegante Weise. Eine von ihnen nimmt im Foyer die runde Geometrie des angrenzenden Innenhofs und Windfangs auf. Ihr geschwungener Verlauf ist nicht nur ein gestalterischer Blickfang, sondern trägt auch zur intuitiven Orientierung im Gebäude bei – ein nicht zu unterschätzender Aspekt in einem Haus, das täglich von Hunderten kleinen und grossen Patient:innen, Angehörigen und Mitarbeitenden frequentiert wird. Die sichtbaren Betonwangen und -geländer zeigen eine feine, vertikal verlaufende Brettschalung, deren Haptik mit Bedacht geglättet und veredelt wurde.

Gerade im Spitalalltag, in dem Flächen stark beansprucht und häufig berührt werden, stellt Sichtbeton eine Herausforderung dar. Zwar ist das Material robust, zugleich aber auch stark saugfähig – was es anfällig für Flecken und Verunreinigungen macht. Kaffee, Fett oder Cola können auf unbehandeltem Untergrund tief eindringen und sichtbare Spuren hinterlassen. Um dem vorzubeugen, kam im Kinderspital ein spezieller Oberflächenschutz von PSS Interservice zum Einsatz. Die Faceal-Technologie verleiht dem Beton einen unsichtbaren, aber effektiven Schutz, der wasser- und fettabweisend wirkt. Die hydrophobe und oleophobe Behandlung wurde beidseitig an den senkrechten Flächen sowie an Auf- und Untersichten fachgerecht appliziert.

Das Resultat überzeugt nicht nur funktional, sondern auch visuell. Der Schutz ist nicht sichtbar, bewahrt aber dauerhaft die Ästhetik der sensiblen Oberflächen. Selbst bei hoher Beanspruchung bleiben die Treppen leicht zu reinigen, widerstandsfähig – und einladend. Damit sind sie ein gelungenes Beispiel dafür, wie durchdachte Materialwahl und präzise Ausführung einen nachhaltigen Beitrag zur Alltagstauglichkeit moderner Architektur leisten können. Und wie ein Spital, das Kindern gewidmet ist, auch über seine Oberflächen ein Zeichen von Fürsorge und Weitblick setzt.

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