Eingebettet in die Flanke des Parc des Musées in La Chaux-de-Fonds, verschmilzt das Museum mit der Landschaft, wodurch es wie eine natürliche Erweiterung der Stadt erscheint. Das Gebäude liegt unweit des Stadtzentrums, dennoch wirkt sein unterirdisches Volumen wie eine stille Gegenwelt, die sich erst beim Eintreten vollständig offenbart. Im Inneren entfaltet sich ein Spiel aus offenen Flächen: ein 20’000 m³ grosses, dreigeschossiges Raumgefüge, in dem Ebenen, Licht und Beton eine skulpturale Einheit eingehen. Die wellenförmigen Mauern und tiefen Dachüberstände projizieren das Museum kraftvoll in den Park hinaus, und grosse Glasflächen lassen indirekte Beleuchtung herein, die das Spiel der Perspektive verstärkt. Pierre Zoelly und Georges-J. Haefeli schufen damit Europas erste konsequente Ausführung zeitgenössischer „Troglodytenarchitektur” und brachten ein avantgardistisches Werk in eine traditionsreiche Uhrmacherstadt. Ihre Vision wurde mit dem Betonarchitekturpreis und dem Europäischen Museumspreis ausgezeichnet, womit sie internationale Aufmerksamkeit für La Chaux-de-Fonds’ Kulturerbe gewannen.
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von Archibatch ©Sammlung des Musée international d’horlogerie, La Chaux-de-Fonds, Schweiz
