Join. Explore. Dare.

Das Gebäudeprinzip 22·26, entworfen von Professor Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle Architekten, definiert die Standards für umweltbewusstes Bauen neu. Der Neubau wurde nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft erstellt, wurde nach SNBS Gold zertifiziert und bildet den nachhaltigen Schlussstein der Arealentwicklung JED. Derzeit sind rund 40 Projekte nach dem 22·26 Prinzip gebaut, im Bau oder in Planung. In Deutschland, Österreich, Frankreich, Luxemburg und in der Schweiz. Der 2013 erbaute Prototyp, das Haus 2226 in Lustenau, bestätigt durchweg, wie gut das Prinzip funktioniert und wie umfassend es Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet. 

Vor den Toren Zürichs, auf dem ehemaligen Areal des Neue-Zürcher-Zeitung-Druckzentrums beim Bahnhof Schlieren, wurde der wegweisende Neubau 2226 JED fertiggestellt. „JED“ steht für „Join. Explore. Dare.“, was u.a. Communitycharakter, Innovationskraft und Dynamik zum Ausdruck bringt. Eingebettet in ein innovatives Geschäftsumfeld bietet der Gebäudekomplex Büro- und Labormietflächen sowie ein breites Dienstleistungs- und Gastronomieangebot und bildet ein Zentrum für Innovation und Wissenstransfer. 

Die Stadtnähe des JED-Areals sowie der Wirtschaftscluster in der Nachbarschaft schaffen ideale Voraussetzungen für die Unternehmensentwicklung. Insbesondere der Neubau 2226 JED bietet attraktive Arbeitswelten, deren Nachhaltigkeit zudem das Image innovativer Unternehmen unterstreicht. Mit der Labormarke Superlab Suisse, die in den wichtigsten Life-Science-Clustern weltweit präsent sein will, ist ein erster namhafter Mieter bereits eingezogen. 

Der Neubau 2226 JED ist das Flaggschiff auf dem JED-Areal
JED besteht aus drei vernetzten Gebäudeeinheiten – dem Gebäude J, dem ehemaligen Druckzentrum der Neuen Zürcher Zeitung, dem Gebäude E, einem ehemaligen Verwaltungsgebäude, und dem Gebäude D – dem innovativen Neubau nach dem Prinzip 22·26. Der Neubau ist ein Gebäudekomplex mit drei unterschiedlich dimensionierten Volumina. Die Basis bildet eine zweigeschossige Sockelzone mit hofähnlichen Ausnehmungen und Lufträumen; Einschnitte in den oberen Etagen bieten Platz für Terrassen mit einer hohen Aufenthaltsqualität für die Nutzer:innen. Mit den gleichmässig angeordneten Fenstern, den leichten Fassadenversätzen und dem weissen Kalkputz präsentiert sich das JED 2226 eigenständig und elegant, fügt sich aber gleichzeitig gut in das bestehende Ensemble ein. 

Mit dem 2226 JED wurde ein maximal nachhaltiges Gebäude realisiert
Mit 18.300 m² Bruttogeschossfläche ist das 2226 JED der bisher grösste Gebäudekomplex nach dem Prinzip 22·26, das die genuinen Möglichkeiten der ressourcenschonenden Architektur mit einer intelligenten Gebäudesteuerung verbindet. Die Aussenwände bestehen aus zwei Ziegelreihen mit einem sehr geringen U-Wert von insgesamt 75 cm. Dabei sorgt die innere Schicht für Druckfestigkeit, während die äussere effizient isoliert. Im Inneren sind die freiliegenden Betondecken und der Estrichboden in der Lage, die Abwärme der Menschen, Geräte und der Beleuchtung zu speichern, so dass im Winter keine zusätzliche Heizung erforderlich ist. Das 22·26 Operating System überwacht die Temperatur und Luftqualität im Raum und hält das vordefinierte Wohlfühlklima konstant – das ganze Jahr über. Die Lüftungsklappen werden durch innen- und aussenliegende Temperaturfühler sowie innenliegende CO2-Fühler angesteuert. Übersteigt der CO2-Gehalt einen bestimmten Wert, öffnen sich die Klappen automatisch, die Luft wird ausgetauscht, und die Klappen schliessen wieder. Steigt die Temperatur über 26 Grad, öffnen sich die Klappen ebenfalls, und das Gebäude stellt sich selbständig wieder ein. Mit ca. 50 cm Leibungstiefe sorgen die Fenster für eine natürliche Verschattung. Ausgenommen vom Prinzip 22·26 im JED-Neubau sind lediglich die Laborflächen im EG und 1. OG, die mit konventioneller Haustechnik ausgestattet wurden. 

2226 JED ist ein Vorzeigeobjekt hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft
Um den CO2-Fussabdruck bei der Erstellung zu reduzieren, kam ein Recyclingbeton der neuesten Generation und ein Recyclinggrundputz zum Einsatz. Mit dem Einbau von 8300 Kubikmeter zirkulit® Beton wurden gesamthaft über 10’000 Tonnen Primärressourcen eingespart und 83 Tonnen CO2 im Material gebunden. Da der Beton nach einem Rückbau wiederverwertbar ist, trägt sein Einsatz auch zur Kreislaufwirtschaft bei. Dies gilt auch für die architektonischen Gestaltung, welche maximale Dekonstruierbarkeit erlaubt, zumal die lösbaren Verbindungen handwerklich hochqualitativ ausgeführt wurden. 

Das Prinzip 22·26 verbindet Ökologie und Ökonomie auf einzigartige Weise
Neben den ökologischen Pluspunkten überzeugt das Prinzip 22·26 auch mit Kosteneffizienz – mit verhältnismässig niedrigen Baukosten und Lebenszykluskosten. So entfällt mit dem Verzicht auf herkömmliche Haustechnikanlagen der Aufwand für deren Planung, Beschaffung und Wartung; zugleich bleiben die Betriebskosten niedrig. 

Text: Baumschlager Eberle Architekten

©René and Dimitri Dürr

Weitere Informationen zum Büro finden Sie hier: www.baumschlager-eberle.com

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