
Weltweit werden jedes Jahr über fünfzig Milliarden Tonnen Sand und Kies im Bauwesen verwendet – genug, um eine 27 mal 27 Meter grosse Mauer um den Äquator zu bauen. Sand ist aber auch ein äusserst wichtiger Rohstoff für die Herstellung von alltäglichen Massenprodukten aus Glas, Keramik und Silikon bis hin zu entscheidenden Bauteilen in der Mikroelektronik und Photovoltaik. Als Werkstoff wird er zudem in mechanischen Verarbeitungsverfahren eingesetzt, in Form von Schleifpapier, Trennscheiben oder Fräsbohrern sowie in aufwendigeren Produktionstechniken wie Sandstrahlen, Wasserstrahl-schneiden, dem Sandform- oder Wachsausschmelzverfahren. Das zeigt: Sand ist in vielerlei Hinsicht ein unverzichtbares Material, das auch in Zukunft eine wichtige Bedeutung behalten wird. Sand ist nach Wasser die am meisten ausgebeutete Ressource der Welt und der Verbrauch steigt in einem noch nie dagewesenen Tempo. „Before and After Sand“ beschäftigt sich mit Fragen nach dem Wert von Sand, beleuchtet seine Entstehung im Laufe der Zeit, die Bedeutung des Abbaus für die Ökosysteme sowie das Potenzial für eine nach-haltige Zukunft durch mineralische, synthetische oder organische Alternativen. Doch Sand ist nicht einfach Sand: Denken wir an Flusssand, Wüstensand oder Bausand? Sprechen wir von Quarzsand, Marmorsand oder Recyclingsand? Handelt es sich um ab-gebauten, geraubten, aufbereiteten oder industriell hergestellten Sand?
Bis zum 24.8.2025 im Gewerbemuseum Winterthur, Kirchplatz 14, 8400 Winterthur
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