
Architektur spricht durch Proportionen, Materialien und Formen. Doch welche Elemente prägen die Identität eines Gebäudes am stärksten? Dieser Frage ging eine Umfrage unter 108 Architekt:innen aus der Deutschschweiz nach – die meisten mit über 20 Jahren Erfahrung. Initiiert wurde die Befragung von der Müssig AG, die den Dialog mit der Branche vertiefen will.
Das Ergebnis überrascht nicht in allen Punkten: An der Spitze steht die Fassade. Mit einem Durchschnittswert von 4,53 (Skala 1–5) gilt sie als prägendstes Gestaltungselement – und zugleich als das teuerste. Dicht dahinter folgen Materialwahl und Texturen (Ø 4,10) sowie der Rohbau (Ø 3,95). Spannend wird es im Mittelfeld: Aussen- und Balkongeländer erzielen fast den gleichen Einfluss wie Rohbau und Material (Ø 3,94), verursachen aber deutlich geringere Kosten (Ø 3,13). Damit entpuppen sie sich als unterschätzte Stellschrauben der Gestaltung. Fenster, Türen und Dekorationen bewegen sich ebenfalls auf hohem Niveau (Ø 3,8–3,9), während Treppengeländer weniger prägend wirken (Ø 3,49), aber mit der niedrigsten Kostenwahrnehmung (Ø 2,83) punkten.
Die Müssig AG nimmt diese Erkenntnisse zum Anlass für eine Webinarserie, die ab November 2025 startet. Themen wie aktuelle Trends, Gestaltungsmöglichkeiten von Geländern oder Schnittstellenfragen sollen Architekt:innen praxisnahen Mehrwert bieten.
Architektur lebt nicht nur von grossen Gesten. Oft sind es die Details – Geländer etwa – die einem Gebäude unverwechselbare Identität verleihen. Besonders deutlich wird dies bei Geländer-Leichtbaukonstruktionen, einem Kernbereich der Müssig AG: Sie verbinden architektonische Wirkung mit ökonomischer Vernunft und Nachhaltigkeit – und eröffnen neue Spielräume für die Gestaltung.
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