Das zentral an der Rue du Lausanne in Sion gelegene Wohnhaus markiert einen städtebaulichen Übergang zwischen Altstadt und moderner Erweiterung und dient somit als markanter Orientierungspunkt. Die Architektur besticht durch eine raffinierte Komposition aus Ortbeton, expressiven Sichtbetonflächen, geometrischen Formen und kreisrunden Öffnungen, die an Einflüsse von Louis Kahn und den japanischen Metabolismus erinnern. Die Nutzungsmischung – Wohnen, Notariat, Arztpraxis, Coiffeur – macht das Haus zu einem lebendigen, multifunktionalen Ort und zeigt die Flexibilität der Architektur. Jean-Paul Darbellay, geprägt von japanischer Baukultur und westlicher Moderne, hat mit diesem Wohnhaus einen eigenständigen Beitrag zur Architektur im Wallis geleistet und regionale Bautraditionen zeitgemäss interpretiert.
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