Im Kopenhagener Orienthuset wird Holz zum verbindenden Element von Architektur, Akustik und Sicherheit. Über 2000 m2 Eichenoberflächen prägen die Räume – geschützt durch eine Beschichtung, die sich gestalterisch möglichst zurücknimmt.
Ein besonderes Augenmerk galt auch der Abstimmung der einzelnen Holzflächen untereinander. Die Akustikpaneele wurden farblich auf den Eichenparkettboden abgestimmt. Dadurch erscheinen Boden, Wand und Decke nicht als voneinander getrennte Bauteile, sondern als durchgängige Materialwelt. Ein Detail, das kaum bewusst auffällt, die räumliche Wirkung jedoch entscheidend mitprägt.
Zum Einsatz kam ein zweistufiges Beschichtungssystem aus der wasserbasierten intumeszierenden Grundierung Teknosafe Flame Guard 2467-10 und der flammhemmenden Deckbeschichtung Teknosafe Flame Protect 2468-00. Innerhalb des zugelassenen Teknos FR-Paneelsystems kann diese Kombination auf geeigneten Untergründen die Brandverhaltensklasse B-s1,d0 nach EN 13501-1 erreichen. Zudem erfüllt das System laut Hersteller die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit für Innenanwendungen gemäss EN 16755.
Beim Orienthuset waren aufgrund der verwendeten Sperrholzkonstruktion und der unterschiedlichen Perforationsmuster zusätzliche projektspezifische Brandprüfungen erforderlich. Das zeigt, wie eng gestalterische Entscheidungen und technische Anforderungen bei solchen Anwendungen miteinander verbunden sind. Form, Material, Akustik und Brandschutz lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern müssen bereits in der Planung aufeinander abgestimmt werden.
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