
Nachhaltiges Bauen beginnt oft dort, wo bereits gebaut wurde. Genau hier setzt die Arbeit der Holzmanufaktur Rottweil an. Seit Jahrzehnten restauriert und ertüchtigt das Unternehmen historische Fenster, Türen und andere Holzbauteile. Dabei geht es nicht um nostalgisches Handwerk, sondern um eine zeitgemässe Antwort auf eine zentrale Frage der Bauwende: Wie lässt sich bauen, ohne ständig neu zu bauen?
Die Bauwirtschaft verursacht weltweit enorme Mengen an Abfall. Ein beträchtlicher Teil entsteht, weil Bauteile ersetzt werden, die eigentlich noch funktionieren – darunter auch Fenster, die mit handwerklichem Wissen und sorgfältiger Restaurierung noch viele Jahre genutzt werden könnten. In der Denkmalpflege gehört dieser respektvolle Umgang mit Material seit langem zur Praxis. Die Holzmanufaktur Rottweil überträgt diese Haltung konsequent auf das Bauen im Bestand.
Besonders sichtbar wird dieses Potenzial bei Fenstern der Nachkriegsmoderne. Zwischen den 1950er- und den 2000er-Jahren entstanden Millionen solcher Bauteile. Sie prägen ganze Strassenzüge und Gebäudeensembles, werden jedoch selten als erhaltenswert wahrgenommen. Dabei steckt in ihnen eine erstaunliche Qualität. Mit geeigneten Lösungen lassen sich ihre energetischen Eigenschaften deutlich verbessern, ohne dass Form, Proportion oder Material verloren gehen.
Die Holzmanufaktur Rottweil entwickelt und erprobt solche Lösungen seit Jahren in der Praxis. Systeme wie Rethermo und Revetro sowie der Einsatz von Vakuumisolierglas ermöglichen es, bestehende Fenster direkt am Gebäude zu ertüchtigen. Der Eingriff bleibt gering, die Wirkung ist deutlich spürbar: Die vorhandene Substanz bleibt erhalten, während sich die energetische Leistung erheblich verbessert. In vielen Fällen lassen sich die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem vollständigen Austausch um bis zu 70 Prozent reduzieren.
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