Visit: USM Haller

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Der Pavillon aus Stahl und Glas, in dem das erste Grossraumbüro der Schweiz von USM entstand, steht heute nach drei Erweiterungen als architektonisches Schmuckstück im Mittelpunkt des Firmenareals. Der Ausdruck des Gebäudes repräsentiert, was im Innern produziert wird: massgefertigte und modulare Möbelsysteme. 

Seit fast 150 Jahren besteht das Unternehmen und kann grosse Änderungen in der Produktionsweise verzeigen. Besonders sticht 2013 die Investition von über zehn Millionen Schweizer Franken in eine neue Pulverbeschichtungsanlage heraus: Die mit moderner Technik bebaute Fläche entspricht umgerechnet einer Grösse von 14 Tennisplätzen. Erfolglos sucht man auf dem Areal nach einem Gebäude, das eine solch grosse Anlage fassen könnte. Alexander Schärer, CEO bei USM, lüftet das Geheimnis: Die gesamte Anlage liegt unter der Erde. Auf vier vollautomatischen Farbstrassen können hier pro Tag 5600 m² Metallelemente in 14 verschiedenen Farben beschichtet werden. Als Herzstück der heutigen Produktion sprüht die Pulverbeschichtungsanlage aus Pistolen aufgeladene Pulverpartikel gleichmässig auf ein geerdetes Werkstück und sorgt für Risikominimierung, Flexibilität und verbesserte Arbeitsbedingungen. Vor allem verhalf die Anschaffung dieser Maschine der USM-Möbelbausysteme Haller zu einem Sprung in der Kapazität.

Eine effiziente Produktion ist für das Unternehmen überlebenswichtig: Täglich wird rollenweise Stahlblech angeliefert und muss zu Tausenden Elementen für die Möbelsysteme geschnitten werden. Auf Vorrat wird in Münsingen BE kaum produziert, denn Individualität ist für USM neben Schweizer Qualität ein wichtiger Unternehmenskennwert. Mit einem Onlinekonfigurator können Kundinnen und Kunden mit verschiedenen Grössen und Farbkombinationen experimentieren. Auch USM-Accessoires wie Türen, Schubladen oder Akustikelemente können ausgewählt und nach Wunsch platziert werden. Der Auftrag für das individuell zusammengestellte Möbelstück wird an die Maschinen in den Produktionshallen weitergegeben. Diese gewährleisten die hohe Flexibilität, die gefordert ist, ohne die Effizienz zu mindern. Genau in dem Mass und in der Menge, in dem die Kundin oder der Kunde es wünscht, werden die Stahlbleche zu Wohn- oder Büromöbeln verarbeitet.

Obwohl intelligente Werkzeuge und zeitgemässe Maschinen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Arbeit unterstützen, bleibt der Faktor Mensch zentral. Die Möbelteile erreichen nach ihrem vom digitalen Laufzettel geführten Produktionsweg die Montagehalle, wo jedes Element mehrfach in die Hand genommen und geprüft wird. Die Elemente werden hier komplett von Hand zusammengebaut oder für den internationalen Versand zu kleinen transportierbaren Einheiten vormontiert. „Unsere beste Qualitätskontrolle ist immer noch der Mensch“, meint Alexander Schärer. Was maschinell gefertigt ist, wird von Hand zusammengebaut, denn geschulte Augen sehen besser als Roboter. Dazu trägt sicher auch bei, das die Betriebszugehörigkeit der Angestellten bei USM durchschnittlich 15 Jahre beträgt.

usm.com