Digitale Strategie statt Inszenierung

Digitale Strategie statt Inszenierung

Kommentar von Stefan Baumberger zum Thema der Digitalisierung

Losgelöst von der physischen Welt wird Information inbinäre Codes zerlegt. Nullen und Einsen in unvorstellbaren Mengen rauschen permanent um uns herum. So hat die digitale Revolution innerhalb rund einer Generation die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir uns organisieren oder wie wir uns informieren, komplett durchdrungen. Gesellschaft und Politik sind einem Wandel von bisher unbekannter Geschwindigkeit unterworfen. Demgegenüber zeigt sich die gebaute Umwelt erstaunlich resistent. Die Vorstellung davon, was eine Strasse, einen Platz oder ein Gebäude ausmacht, ist weitgehend unverändert geblieben. Viele Orte, an denen wir uns auch heute noch gut und gerne aufhalten, wurden komplett analog geplant und gebaut. Versuche, wie die technologischen Umwälzungen der letzten Jahre dennoch eine formale Entsprechung in der Architektur finden, gab es hingegen schon einige: Mit den Aufkommen der CAD-Programme entstand beispielsweise in den 1990er-Jahren die sogenannte Blob-Architektur als ostentativer Ausdruck digitaler Planung. Genauso wie die teils immer noch beliebte CNC-gefräste Ornamentik, führten diese Ansätze in eine gestalterische Sackgasse: Es handelt sich dabei bloss um eine Inszenierung des „Digitalen“. Das wahre Potenzial digitaler Prozesse liegt in ihrer Anwendung als Methode und Strategie. Da, wo es zum Beispiel möglich wird, statische Elemente so zu formen, dass das Material nur dort vorhanden ist, wo es auch tatsächlich beansprucht wird. Sowohl die Berechnungen als auch die Produktion dieser komplexen Geometrien sind heute dank entsprechender Rechenleistung und robotergesteuerter Produktionstechniken möglich. Mit diesen Entwicklungen können zukünftig enorme Mengen an Rohmaterial eingespart werden. Dies ist nicht nur wünschenswert, sondern wird aufgrund der Verknappung natürlicher Ressourcen wirtschaftlich und ökologisch zwingend sein. Die Herausforderung für die Architekten besteht jetzt darin, die neu entstandenen Möglichkeiten aktiv zu nutzen und in einen kohärenten architektonischen Ausdruck zu überführen. Die Technologien stehen bereit – auf zu neuen Ufern!

Text: Stefan Baumberger

www.baumuster.ch

Digitale Strategie statt Inszenierung

Kommentar von Stefan Baumberger zum Thema der Digitalisierung

Losgelöst von der physischen Welt wird Information inbinäre Codes zerlegt. Nullen und Einsen in unvorstellbaren Mengen rauschen permanent um uns herum. So hat die digitale Revolution innerhalb rund einer Generation die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir uns organisieren oder wie wir uns informieren, komplett durchdrungen. Gesellschaft und Politik sind einem Wandel von bisher unbekannter Geschwindigkeit unterworfen. Demgegenüber zeigt sich die gebaute Umwelt erstaunlich resistent. Die Vorstellung davon, was eine Strasse, einen Platz oder ein Gebäude ausmacht, ist weitgehend unverändert geblieben. Viele Orte, an denen wir uns auch heute noch gut und gerne aufhalten, wurden komplett analog geplant und gebaut. Versuche, wie die technologischen Umwälzungen der letzten Jahre dennoch eine formale Entsprechung in der Architektur finden, gab es hingegen schon einige: Mit den Aufkommen der CAD-Programme entstand beispielsweise in den 1990er-Jahren die sogenannte Blob-Architektur als ostentativer Ausdruck digitaler Planung. Genauso wie die teils immer noch beliebte CNC-gefräste Ornamentik, führten diese Ansätze in eine gestalterische Sackgasse: Es handelt sich dabei bloss um eine Inszenierung des „Digitalen“. Das wahre Potenzial digitaler Prozesse liegt in ihrer Anwendung als Methode und Strategie. Da, wo es zum Beispiel möglich wird, statische Elemente so zu formen, dass das Material nur dort vorhanden ist, wo es auch tatsächlich beansprucht wird. Sowohl die Berechnungen als auch die Produktion dieser komplexen Geometrien sind heute dank entsprechender Rechenleistung und robotergesteuerter Produktionstechniken möglich. Mit diesen Entwicklungen können zukünftig enorme Mengen an Rohmaterial eingespart werden. Dies ist nicht nur wünschenswert, sondern wird aufgrund der Verknappung natürlicher Ressourcen wirtschaftlich und ökologisch zwingend sein. Die Herausforderung für die Architekten besteht jetzt darin, die neu entstandenen Möglichkeiten aktiv zu nutzen und in einen kohärenten architektonischen Ausdruck zu überführen. Die Technologien stehen bereit – auf zu neuen Ufern!

Text: Stefan Baumberger

www.baumuster.ch

Digitale Strategie statt Inszenierung

Kommentar von Stefan Baumberger zum Thema der Digitalisierung

Losgelöst von der physischen Welt wird Information inbinäre Codes zerlegt. Nullen und Einsen in unvorstellbaren Mengen rauschen permanent um uns herum. So hat die digitale Revolution innerhalb rund einer Generation die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir uns organisieren oder wie wir uns informieren, komplett durchdrungen. Gesellschaft und Politik sind einem Wandel von bisher unbekannter Geschwindigkeit unterworfen. Demgegenüber zeigt sich die gebaute Umwelt erstaunlich resistent. Die Vorstellung davon, was eine Strasse, einen Platz oder ein Gebäude ausmacht, ist weitgehend unverändert geblieben. Viele Orte, an denen wir uns auch heute noch gut und gerne aufhalten, wurden komplett analog geplant und gebaut. Versuche, wie die technologischen Umwälzungen der letzten Jahre dennoch eine formale Entsprechung in der Architektur finden, gab es hingegen schon einige: Mit den Aufkommen der CAD-Programme entstand beispielsweise in den 1990er-Jahren die sogenannte Blob-Architektur als ostentativer Ausdruck digitaler Planung. Genauso wie die teils immer noch beliebte CNC-gefräste Ornamentik, führten diese Ansätze in eine gestalterische Sackgasse: Es handelt sich dabei bloss um eine Inszenierung des „Digitalen“. Das wahre Potenzial digitaler Prozesse liegt in ihrer Anwendung als Methode und Strategie. Da, wo es zum Beispiel möglich wird, statische Elemente so zu formen, dass das Material nur dort vorhanden ist, wo es auch tatsächlich beansprucht wird. Sowohl die Berechnungen als auch die Produktion dieser komplexen Geometrien sind heute dank entsprechender Rechenleistung und robotergesteuerter Produktionstechniken möglich. Mit diesen Entwicklungen können zukünftig enorme Mengen an Rohmaterial eingespart werden. Dies ist nicht nur wünschenswert, sondern wird aufgrund der Verknappung natürlicher Ressourcen wirtschaftlich und ökologisch zwingend sein. Die Herausforderung für die Architekten besteht jetzt darin, die neu entstandenen Möglichkeiten aktiv zu nutzen und in einen kohärenten architektonischen Ausdruck zu überführen. Die Technologien stehen bereit – auf zu neuen Ufern!

Text: Stefan Baumberger

www.baumuster.ch

Digitale Strategie statt Inszenierung

Kommentar von Stefan Baumberger zum Thema der Digitalisierung

Losgelöst von der physischen Welt wird Information inbinäre Codes zerlegt. Nullen und Einsen in unvorstellbaren Mengen rauschen permanent um uns herum. So hat die digitale Revolution innerhalb rund einer Generation die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir uns organisieren oder wie wir uns informieren, komplett durchdrungen. Gesellschaft und Politik sind einem Wandel von bisher unbekannter Geschwindigkeit unterworfen. Demgegenüber zeigt sich die gebaute Umwelt erstaunlich resistent. Die Vorstellung davon, was eine Strasse, einen Platz oder ein Gebäude ausmacht, ist weitgehend unverändert geblieben. Viele Orte, an denen wir uns auch heute noch gut und gerne aufhalten, wurden komplett analog geplant und gebaut. Versuche, wie die technologischen Umwälzungen der letzten Jahre dennoch eine formale Entsprechung in der Architektur finden, gab es hingegen schon einige: Mit den Aufkommen der CAD-Programme entstand beispielsweise in den 1990er-Jahren die sogenannte Blob-Architektur als ostentativer Ausdruck digitaler Planung. Genauso wie die teils immer noch beliebte CNC-gefräste Ornamentik, führten diese Ansätze in eine gestalterische Sackgasse: Es handelt sich dabei bloss um eine Inszenierung des „Digitalen“. Das wahre Potenzial digitaler Prozesse liegt in ihrer Anwendung als Methode und Strategie. Da, wo es zum Beispiel möglich wird, statische Elemente so zu formen, dass das Material nur dort vorhanden ist, wo es auch tatsächlich beansprucht wird. Sowohl die Berechnungen als auch die Produktion dieser komplexen Geometrien sind heute dank entsprechender Rechenleistung und robotergesteuerter Produktionstechniken möglich. Mit diesen Entwicklungen können zukünftig enorme Mengen an Rohmaterial eingespart werden. Dies ist nicht nur wünschenswert, sondern wird aufgrund der Verknappung natürlicher Ressourcen wirtschaftlich und ökologisch zwingend sein. Die Herausforderung für die Architekten besteht jetzt darin, die neu entstandenen Möglichkeiten aktiv zu nutzen und in einen kohärenten architektonischen Ausdruck zu überführen. Die Technologien stehen bereit – auf zu neuen Ufern!

Text: Stefan Baumberger

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