„Zeit war der kritische Faktor in der Entwicklung dieser Lösung.“

"Zeit war der kritische Faktor in der Entwicklung dieser Lösung."

Für die Gemeinde Horgen hat das Unternehmen Dietiker eine System mit elektrischer Sitzplatznummerierung entworfen. Mit der Möglichkeit, das System über ein Netzwerk zu steuern, dauert die Nummerierung der Sitzplätze nur wenige Sekunden.

Das elektronische System D-CODE ermöglicht die Sitzplatznummerierung von einem Computer aus. Aus welchem Bedürfnis heraus ist diese Idee entstanden?

Wie bei vielen innovativen Produkten ist diese Lösung aus der engen Zusammenarbeit mit einem unserer Kunden hervorgegangen. Wenn eine solche einmalige Lösung besonders gut ist, nehmen wir sie in unser Portfolio auf. In diesem Fall war es die Gemeinde Horgen, die Stühle mit einer elektrischen Sitzplatznummerierung bei uns bestellen wollte. Wir sahen uns auf dem Markt nach einer passenden Lösung um, fanden jedoch, dass die bestehenden Systeme entweder nicht erhältlich, unpraktisch oder zu teuer waren. Also entwickelten wir unsere eigene Produktlösung.

Welche Möglichkeiten eröffnet dieses elektronische System und wo liegen die Vorteile im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen der Sitzplatznummerierung?

Dieses System ermöglicht die Codierung der Stühle über ein Netzwerk. Das heisst die Steuerung findet von einem Punkt aus, zum Beispiel einem Laptop statt und die Codierung erfolgt im Hintergrund. Bei herkömmlichen Systemen ist jeder Stuhl elektrisch mit dem nächsten verbunden oder Nummeretiketten müssen mit einem Handscanner erfasst werden, wobei die Datenübermittlung viel Zeit in Anspruch nimmt. Im Gegensatz dazu dauert die Nummerierung mit D-Code nur wenige Sekunden. Zusätzlich gibt es für dieses System eine zugehörige Software, wo Stühle ersetzt werden können und man über den Batterieladezustand der Displays informiert wird.

Mit welchen Schwierigkeiten sahen Sie sich während der Umsetzung konfrontiert?

Zeit war der kritische Faktor in der Entwicklung dieser Lösung. Wir mussten das gesamte System innerhalb weniger Wochen ausarbeiten. Das Einkaufen der Teile, Codieren und die Integration in die Stühle sowie das Schreiben der Bedienungsanleitung – jedes Departement arbeitete daran, dieses System auf Zeit fertig zu erarbeiten. 

War Ihnen von Beginn her klar, wie das Endprodukt aussehen und welche Funktionen es vereinbaren soll oder haben sich diese Aspekte während der Entwicklung des Produkts verändert?

Die Zeit war so knapp bemessen, dass alles – Grundidee, Tests und Anpassungen – sehr schnell in Folge und iterativ ablief. Wir befinden uns in einem schnelllebigen Arbeitsfeld, wo enge Zusammenarbeit und ein starker Feedback-Zyklus gefragt sind. Dietiker hat glücklicherweise ein Team, das sehr gut eingespielt ist: Wir tauschen uns regelmässig aus, jedes Departement informiert regelmässig in kurzen Abständen über den aktuellen Stand der Arbeit, dies erlaubt es der Organisation effizient zu arbeiten. 

Planen Sie diese Produktlinie weiter auszubauen oder das System mit weiteren Funktionen zu ergänzen? 

Zurzeit nicht. Unsere Kunden sind sehr zufrieden mit dem Produkt, daher gibt es momentan keinen Änderungsbedarf. Trotzdem ziehen wir für die Zukunft einige Anpassungen oder Erweiterungen der Funktionen in Betracht.

Inwiefern greift diese Produktlinie die Werte und den Charakter Ihres Unternehmens auf?

Diese digitale Sitzplatznummerierung ist eine smarte Lösung, die das Kundenbedürfnis ins Zentrum der Entwicklung stellt. Wir denken immer aus der Perspektive unserer Kunden, so entstehen Lösungen, die eine grosse Akzeptanz und eine lange Lebensdauer haben.

dietiker.com

 

Die Version des Interviews, wie sie im Heft abgedruckt wurde unterscheidet sich von der hier publizierten Fassung, dies liegt an einem Fehler im Produktionsprozess. Bei der digitalen Version des Interviews handelt es sich um die korrekte Fassung.