Wisdome Stockholm – Vorzeigeprojekt nachhaltiger Holzbauweise

Der Wisdome Stockholm ist ein Symbol für die Zukunft des Holzbaus. Das aussergewöhnliche Freiformprojekt des Ostschweizer Holzbauunternehmens Blumer Lehmann ist eine Erlebnisarena mit einem halbkugelförmigen 3D-Kino im Innern, das zukunftsweisende Architektur, traditionelle Handwerkskunst, modernste parametrische Planungstools und nachhaltige Holzbauweise vereint.

Blickfang des «Wisdome Stockholm» im Nationalen Technischen Museum ist zweifellos das frei geformte, gewölbte Dach. Der Entwurf von Elding Oscarson Architects und Bauingenieur Florian Kosche überzeugte im Architekturwettbewerb mit einer Holzkonstruktion, die einen spektakulären Raum für das Kuppeltheater im Inneren, den eigentlichen «Dome», schafft. Die stützenfreie Dachgeometrie überspannt eine Fläche von 25 x 48 Metern und wird durch ein Rastersystem aus LVL-Trägern gebildet.

Innovative Dachtragwerkslösung
Die Umsetzung der visionären Architektur erforderte eine innovative technische Lösung, die auf traditionelle Methoden des Brückenbaus zurückgreift und sie mit parametrischer Planung kombiniert. So gelang es Blumer Lehmann zusammen mit den Partnern SJB Kempter Fitze mit Hermann Blumer und Design-to-Produktion, ein Tragwerkskonzept zu entwickeln, das die gewünschte Architektur in die Realität umsetzt und darüber hinaus die Anforderungen an den Materialeinsatz erfüllt. Das Dachtragwerk, bestehend aus über 20 Kilometern LVL-Plattenstreifen, wurde mit formschlüssigen Dübelverbindungen zu einer doppelt gekrümmten Gitterschalenkonstruktion zusammengefügt. Die Kuppelkonstruktion im Inneren des Gebäudes wurde direkt im Werk von Holzlieferant Stora Enso zu 100 Prozent aus CLT gefertigt und vor Ort in einem Montagezelt montiert.

Präzision im Detail
Mit 1:1-Mock-ups lieferte das Blumer-Lehmann-Projektteam wichtige Informationen für die Konstruktion und überzeugte die Bauherrschaft von der Machbarkeit des Projekts. Nach der Entwicklung produzierten und montierten die Schweizer Holzbauspezialisten die Dachkonstruktion – und zwar hochpräzise und in einem ungewöhnlichen Verfahren: Nur die unterste von insgesamt fünf Lagen der Dachkonstruktion wurde komplett im Werk vorgefertigt und in der gewünschten Krümmung verleimt. Sie diente bei der Montage als Lehrgerüst bzw. Hilfskonstruktion. Die weiteren vier Trägerlagen wurden erst bei der Montage auf der Baustelle gebogen und verdübelt. 

Das Bauen mit Holz – insbesondere mit den beiden Holzwerkstoffen Brettsperrholz CLT und Furnierschichtholz LVT – war eine der Vorgaben des Architektenwettbewerbs. Das Vorzeigeobjekt soll damit einen Meilenstein für nachhaltiges und klimagerechtes Bauen setzen und technische Innovationen beim Bauen mit dem klimafreundlichen Baustoff Holz vorantreiben.

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