Mit LIGNATUR im Schulbau zum Platin-Zertifikat

Die neue Grundschule in Howald (Luxemburg) ist pünktlich zum Schulstart im September 2022 in Betrieb gegangen. Als Pilot- und Vorzeigeprojekt konzipiert, zeigt das lichtdurchflutete Gebäude die Möglichkeiten umweltbewussten Bauens ‚at its best‘ und wurde dafür mit dem DGNB Platin-Zertifikat ausgezeichnet – die höchste Auszeichnung, die es für diese Gebäudekategorie bisher gab. Für die weitgespannten Geschossdecken setzten die Architektinnen auf Flächenelemente (LFE) von Lignatur.

Im luxemburgischen Howald, am Ende eines Grundstücks und neben bereits bestehenden Gebäuden, steht seit Herbst 2022 die neue Grundschule – ein überdachter Durchgang verbindet sie mit dem Bestandsbau. Im Vorfeld der Planung war es sowohl der Wunsch des Bauherrn als auch der der Gemeinde Hesperange, eine neue Schule aus Holz zu bauen. Die Gemeindeverwaltung unterstützte daher die Entwicklung eines beispielhaften Gebäudes, das symbolisch für den Willen steht, maximal umweltfreundlich und wohngesund zu bauen. Und so setzte die Architektin Patricia Streber mit Team auf visionäre Bautechnologien und -methoden, insbesondere aber auf Holz. Heraus kam ein zweigeschossiger Holzrahmenbau mit LIGNATUR-Elementen auf einem teilunterkellerten Geschoss bzw. einer Stahlbeton-Bodenplatte.

Der Neubau mit trapezförmigem Grundriss von etwa 55 m Länge, 28,50 m Breite auf der einen und 15,60 m auf der anderen Seite sowie 9 m Höhe wurde nach bioklimatischen Konzepten entworfen: Die Klassenräume liegen südlich, der Servicebereich nördlich. Für eine möglichst flexible Gebäudenutzung galt es, die Grundrisse maximal offen zu gestalten, um eine neue Einteilung jederzeit zu ermöglichen. So wählten die Architektinnen eine Gebäudestruktur mit großen Spannweiten und zur Raumaufteilung nichttragende Trennwände. Für Decke und Dach setzten sie wegen der hohen Tragfähigkeit, der akustischen Eigenschaften und des ästhetisch ansprechenden Erscheinungsbildes auf vorgefertigte Elemente von Lignatur, die mit Längen von bis zu 8 m die Räume überspannen. Die 36 cm hoch dimensionierten LIGNATUR Flächenelemente (LFE 360) der Geschossdecke wurden zur stützenfreien Auflagerung mit Stahlträgern als deckengleiche Unterzüge kombiniert. Abschlüsse an den Stahlträgern, aber auch am Beton der Treppenhäuser erfolgten mit bauseitig aufgebrachten Abdeckplatten aus Fichte. In den Hohlräumen der LFE liessen sich zudem technische Installationen integrieren.

Während eine Aufdach-Dämmung auf den 28 cm hohen Flächenelementen (LFE 280) des Daches den erforderlichen Wärmeschutz liefert, sorgt eine unterseitige Profilierung des selten gewählten Akustik Typ 1 dynamisches Design für eine optimale Raumakustik in den verschiedenen Bereichen der oberen Etage. Die 36 cm dicke Geschossdecke ist ebenfalls mit einer unterseitigen Profilierung des Akustik Typ 1 ausgestattet. Somit ermöglichen diese Elemente eine hervorragende Schallabsorption in den Klassenräumen. Auch der erforderliche Brandschutz von REI60 ist erfüllt. Und so ging der Neubau, der zum einen ein Plus-Energie-Gebäude wurde, zum andern bei der Planung dem „Cradle to Cradle“-Prinzip folgte, nicht nur pünktlich zum Schuljahr 2022/2023 in Betrieb, sondern erhielt von der DGNB schliesslich auch ein Platin-Zertifikat als ökologischstes Gebäude seiner Art. 

Autorin: Susanne Jacob-Freitag 

© XXA architecture s.à.r.l.

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