In Bildung investieren

„Schere, Stein, Papier“: 2025 soll mit dem Baubeginn der Schulanlage Satteln begonnen werden – die grösste Schulanlage Zürichs.

Die Bevölkerung in Zürich-Schwamendingen wächst schnell, daher erweitert die Stadt entsprechend das Schulraumangebot. Nun ist der Architekturwettbewerb für die künftig grösste Zürcher Schulanlage Saatlen abgeschlossen und das Siegerprojekt ausgewählt.
Aufgrund der raschen Entwicklung in Schwamendingen ist im Quartierteil Saatlen bis 2035 eine Bevölkerungszunahme von 39 Prozent zu erwarten. Prognosen zu Folge ist dadurch bedingt mit einer Verdoppelung des Schulraumbedarfs bis 2040 zu erwarten. Auf dem rund 30 000 m2 grossen Grundstück zwischen Heideggerweg, Saatlen-, Tram- und Schörlistrasse sollen daher die bestehenden Schulbauten bis 2027 durch einen Neubau ersetzt werden. Nach einer anonymen Überarbeitungsrunde mit drei Teams ist der Architekturwettbewerb im offenen Verfahren entschieden. Mit dem Projekt „Schere, Stein, Papier“ konnte das Team von Bollhalder Eberle Architektur aus Zürich, vetschpartner Landschaftsarchitekten aus Zürich und Borgogno Eggenberger und Partner Bauingenieure aus St. Gallen überzeugen.

Umfangreich
Die neue Schulanlage Saatlen soll Platz für insgesamt 24 Primar- und 12 Sekundarklassen, vier Kindergärten, 13 Klassen der Schule für Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfach-behinderung sowie Räume für die Musikschule Konservatorium Zürich bieten. Für den Schul- und Vereinssport sind zudem ein Rasenspielfeld, drei Allwetterplätze, eine Schulschwimmanlage sowie eine Einfach- und eine Dreifachsporthalle geplant. Diese können ausserhalb der Unterrichtszeiten ebenfalls von der Quartierbevölkerung und den Vereinen genutzt werden.

Viel Freiraum
Das Siegerprojekt umfasst drei unterschiedlich grosse schlichte Baukörper, die entlang der Tramstrasse aufgereiht sind. So wird eine grosse zusammenhängende Freifläche im Süden geschaffen – der Grünzug Saatlen wird bis zur Schörlistrasse weitergezogen. Die Baumreihen entlang der Durchgangswege, die vielen unversiegelten Freiflächen sowie die angedachte Fassadenbegrünung versprechen eine positive Auswirkung auf das Lokalklima. 

Aussicht auf gute CO2-Bilanz
Der Neubau soll im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft realisiert werden und den Minergie-P-ECO-Standard einhalten und darüber hinaus eine möglichst ausgeglichene CO2-Bilanz aufweisen. Die Kompaktheit der Baukörper, deren gedachte Holzbauweise mit Holz-Beton-Verbunddecken sowie die extensive Nutzung von Solarenergie sollen hier zielführend sein. Die Zielerstellungskosten für den Neubau der Schulanlage Saatlen betragen voraussichtlich 156 Millionen Franken. 2024 soll voraussichtlich die Stadtzürcher Stimmbevölkerung über das ausgearbeitete Bauprojekt entscheiden: Bei einer Befürwortung des Projekts soll 2025 mit dem Baubeginn begonnen werden und der Bezug des Neubaus 2027 ermöglicht werden.

Mehr Informationen zu dem Wettbewerb und dem Projekt finden Sie hier.

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