Humanistische Architektur

Humanistische Architektur

Das architektonische Schaffen in Indien war für viele weitgehend unbekannt – bis 2018. Als erster indischer Architekt wurde Balkrishna Doshi für seine zukunftsträchtigen Leistungen rund um soziales Wohnen, Bildung und Stadtplanung mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. In seiner über 60-jährigen Wirkungszeit etablierte Doshi sich zu einem der wichtigsten Vertreter der indischen Moderne: Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Indian Institut of Management in Bangalore, die soziale Wohnsiedlung Aranya sowie die von ihm gegründete Architekturschule in Ahmedabad. 

 

Charakteristisch für Balkrishna Doshis Archiektursprache ist der Brückenschlag zwischen moderner Industrie und indischer Tradition, die von seiner Heimatverbundenheit zeugt. Angelehnt an Mahatma Gandhis Lehre greift der indische Architekt immer wieder Themen der sozialen Durchmischung sowie die Wechselwirkung von Innen- und Aussenraum und auch die Offenheit in seinen Entwürfen auf. Diverse Originamodelle und -pläne sowie aktuelle Filme und Fotografien halten den Gestaltungswillen des Inders fest und sind noch bis Ende Juni dieses Jahres im Architekturzentrum Wien (Az W) für Architekturbegeisterte zugänglich. Die Eröffnungsrede des indischen Architekten ist vorab schon online auf der Homepage zu sehen.

bis 29.6.2020 im Az W, Ausstellungshalle 2, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Weitere Informationen zu der Ausstellung finden Sie hier.