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Bereits zum fünften Mal öffnen am Wochenende vom 26. und 27. September mehr als 100 Gebäude im Grossraum Zürich ihre ansonsten verschlossenen Türen und geben ihre herausragende Architektur den Besuchern preis. Vorab können die kostenlosen Führungen geplant und gebucht werden, die von Architekten*innen, Denkmalpfleger*innen als auch Gebäudenutzenden während dieser zwei Tage angeboten werden – je nach Tourplan reist man so durch die unterschiedlichsten Zeitepochen.

So sind beispielsweise gleich drei Neubauten des 2004 gegründeten Architekturbüros Igual&Guggenheim sowie auch Instandsetzungen im breiten Programm zu finden. Darunter finden sich das geschichtsträchtige „Kinderhaus Entlisberg“ – 1911 vom Stadtbaumeister Friedrich Wilhelm Fissler erbaut und dieses Jahr von bernath+widmer De Pedrini revitalisiert – oder auch  die denkmalgeschützte „Alte Trotte“ in Wipkingen, die neu eine Gross-Wohngemeinschaft beherbergt und damit von Lukas Felder (Felder Architektur) in eine zeitgemässe Nutzung überführt wurde.

Verstärkt werden dieses Jahr die Aussenräume in den Vordergrund gerückt – denn trotz der notwendigen Abstandsregelungen soll Architektur und Stadtplanung immer noch verbinden. Historische Stadtführungen, Besichtigungen diverser Stadtgebiete sowie weitere Programmpunkte bei ausgesuchten Gebäuden werden hierfür unter anderem auch von Landschaftsarchitekt*innen durchgeführt. Beispielsweise werden die Siedlung Escherpark mit Nipkow Landschaftsarchitektur oder auch der Garten C.G. Jung sowie der Garten vom Signau House mit Ganz Landschaftsarchitekten besucht und unter die Lupe genommen.

 

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Ein zweiter Fokus des Open House Zürich Programms präsentiert die Stadt Schlieren, die sich von einer Agglomerationsgemeinde mit dörflichen Wurzeln zu einem eigenständigen Puzzlestück im Grossraum Zürich weiterentwickelt hat. Hier können im Gebiet „Am Rietpark“, wo einst Stoffe gefärbt und Leim produziert wurde, Gebäude von den Architekturbüros Graber Pulver, E2A und Steib, Gmür, Geschwentner und Kyburz besichtigt werden. Im anschliessenden „Schlieren West“ werden Holz- und Autohandel abgelöst und ab Herbst 2020 Wohn- und Arbeitsraum für rund 350 Menschen entstehen. Auf dem knapp 20 000 m² grossen Areal wird ein neues lebendiges Stadtquartier mit 177 bezahlbaren und zeitgemässen Mietwohnungen sowie 1500 m² Gewerberäumen für ein breites Publikum eröffnet. Herzstück der Siedlung ist ein grosser öffentlicher Park. Für den Masterplan konnte von der Bauherrschaft, der Anlagestiftung Turidomus, das Architekturbüro Haerle Hubacher Architekten gewonnen werden, das bereits drei Gebäude für die Stadtsiedlung realisierte.

 

Den breiten Programmpunkt „Schlieren“ werden am Sonntag Gebietsführungen mit der Stadtplanerin Barbara Meyer oder eine Velotour von Zürich nach Schlieren mit dem Geschäftsleiter der Regionale 2025, Projektschau Limmattal, Peter Wolf abrunden.

Mehr Informationen zu dem Programm und den Führungen finden Sie hier.

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