Wandelbares Areal

Im kleinen südmährischen Dorf Kravsko erblüht das Areal einer ehemaligen Keramikfabrik neu: Der von ORA (original regional architecture)sanierte und aufgewertete Komplex wird letztendlich mehrere Säle, eine grosse Unterkunftskapazität und eine Küche haben. 

Einst
Ursprünglich wurde das zentrale Barockgebäude als Kutscherhaus an der Strecke Prag-Wien gebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Komplex in eine bekannte Keramikfabrik umgewandelt. In den neunziger Jahren wurde diese Produktion jedoch eingestellt, das Objekt wechselte den Besitzer und verfiel für lange Zeit. Die jetzigen, einheimischen Besitzer sanieren das historische Objekt für gesellschaftliche Veranstaltungen und Agrartourismus.

Im Wandel
Das Areal Kocanda hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen und Umgestaltungen erfahren. Das Ziel des aktuellen Projekts von ORA war es, das Gebäude wieder zu einer harmonischen Einheit zu formen. Gleichzeitig wurden die ursprünglichen Öffnungen wiederhergestellt, die Repliken der ursprünglichen Fenster vervollständigt, jedoch wurden Putzausbesserungen nur lokal vorgenommen, um den alten Charakter des Gebäudes zu bewahren.

Inneren Werte
Das Interieur ist bewusst spartanisch und gleichzeitig möglichst authentisch gehalten – originale Türen oder auch der Zierholzboden blieben erhalten und an einigen Stellen kommen die Originalgemälde zum Vorschein. Im weiteren Sinne wurden fast ausschliesslich alte Möbel wiederverwendet, die aus verschiedensten Teilen der tschechischen Republik zusammengetragen wurden.

Gips
Im Gebäude wurden tonnenweise originale Gipsformen, die zur Herstellung von Keramik verwendet wurden, gefunden. Die Formen erinnern an die Geschichte der Gegend und geben dem Besucher gleichzeitig einen Einblick in die Entstehung der Töpferwaren. Neu arrangiert zieren diese Fundtücke nun in verschiedensten Kompositionen die Innenwände und finden als Kunstobjekte neues Lebens.

Im Grünen
Der Garten unterteilt sich in mehrere Abschnitte, die den pezifischen Charakter der einzelnen Orte in diesem Gebiet widerspiegeln. Direkt vor der Kocanda befindet sich ein repräsentativer Park mit jahrhundertealten Douglasien, während in einer Ecke des Gartens selbst ein kleiner See Platz findet, der sich mit Regenwasser vom Dach des Komplexes füllt.

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