Süsse Träume

Auf eine Reise ins 18. Jahrhundert lädt der Palazzo Glaser/Kunz ein, der seit Kurzem über Ferien im Baudenkmal gebucht werden kann.

Auf eine Reise ins 18. Jahrhundert lädt der spätbarocke Palazzo Glaser/Kunz des Bündner Zuckerbäckers ein, in welchem man seit Kurzem über die Stiftung Ferien im Baudenkmal einen Aufenthalt buchen kann. Nach mehr als 100 Jahren unberührten Daseins wurde der historische Bau 2019 von den neuen Eigentümern, dem Schweizer Künstlerpaar Glaser/Kunz, überaus sorgfältig restauriert. Grossen Wert legte das Paar dabei auf den Erhalt der unzähligen historischen Details, wie zum Beispiel des 200-jährigen Parketts, der Stuckaturen im Eingangsbereich oder der originalen Kachelöfen. So erstrahlt das Haus heute wieder in seinem Originalzustand, der den Luxus von damals elegant in die heutige Zeit überführt.

Aller Anfang
Der Palazzo Glaser/Kunz, ehemals Mini-Cortesi, wurde 1793 erbaut und ist somit das älteste Zuckerbäckerhaus Poschiavos. Der Bau wurde von seinem Architekten als Gesamtkonzept entworfen und mit lokalen Bauleuten und Handwerkern umgesetzt. Überaus besonders an diesem urbanen Palazzo im Alpenraum ist, dass er während der französischen Revolution entstand und sich die Bauherrschaft als Avantgarde der Gesellschaft zu inszenieren wusste. So ist der Palazzo mit Symbolen von Kunst, Reformgeist, Natur und Machtbewusstsein versehen. Die reichlichen Verzierungen in Form von Stuckaturen an der Süd- und Ostfassade sind dabei von höchster Qualität.

Bitte Eintreten
Die Böden im Eingangsbereich sowie dem Korridor und Küche sind als grossflächige, dunkelgrüne Puschlaver Serpentinsteinplatten ausgeführt, die Stüa weist Tafelparkett auf und in den meisten übrigen Wohnräumen findet man über 200-jähriges Parkett wieder. Die Stuckaturen im Eingangsbereich, in den Korridoren und um viele der Zimmertüren herum sind beeindrucken und tragen die Handschrift des Barocchettos. Im Erdgeschoss befinden sich nebst dem Garderobenraum die Ausstellungsräume, in denen Werke der neuen Eigentümer Glaser/Kunz zu sehen sind. Im Halbgeschoss zum ersten Obergeschoss befindet sich der Ausgang zum nördlichen Hof mit dem ehemaligen Waschhaus. Der Hof wurde 2019 neu mit Ciottoli ausgelegt, entsprechend dem teilweisen noch vorhandenen, ursprünglichen Belag.

Noble Gemächer
Im ersten Obergeschoss befindet sich die Stüa, das Esszimmer mit einem über 100-jährigen Kachelofen, rechts davon ist die Bibliothek zu finden. Die beiden Küchenräume sind nach Osten hin gerichtet und beherbergen eine antike Küche mit Holzofen und Steintrog sowie die alte Küche mit Elektroherd aus den 50er-Jahren. Ebenfalls befindet sich im nord-westlichen Teil des ersten Geschosses ein Tapetenzimmer aus Jugendstilepoche, welches mit einem grossen historischen Doppelbett ausgestattet ist. Im zweiten Obergeschoss gelangt man über das obere Balkonzimmer und die Ankleide in ein geräumiges Badezimmer. Mitten im Raum steht die Füsschenbadewanne, neben welcher sich ein antikes Doppellavabo befindet. Eine antike, freilich verzierte Toilette mit Holzspülkasten sowie ein gusseiserner Radiator mit Wärmefach machen das Badezimmer komplett. Ein weiteres Doppel-Schlafzimmer mit historischen Betten ist im Nordwesten des Palazzo untergebracht. 

Weitere Informationen zu der Unterkunft finden Sie hier.

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