Heidi’s Zuhause

Das 1684 erbaute Maison Heidi in Souboz (BE) ist ein regionaltypisches Jurabauernhaus. Besonders charakteristisch für den Baustil ist die grosse Gewölbeküche im Zentrum des Hauses, in der sich früher das Familienleben abspielte. Die sanfte Restaurierung des über 300 Jahre alten Baudenkmals konzentrierte sich auf die Erhaltung der bestehenden Bausubstanz.

Das im Jahr 1684 erbaute Maison Heidi liegt idyllisch am Ende des Dorfes Souboz mit einem unverwechselbaren Ausblick auf Wiese und Wald. Die Lage ist geprägt von der Ruhe und der direkten Natur. Das Haus besteht aus einem steinernen Wohnteil und einen Ökonomieteil aus Holz. Das Jurabauernhaus wurde über Jahrzehnte nicht bewohnt, weshalb die ursprüngliche Raumstruktur unangetastet vorhanden geblieben ist. Die sanfte Restaurierung des über 300 Jahre alten Baudenkmals konzentrierte sich auf die Erhaltung der bestehenden Bausubstanz. 

Charakterstark
Prägend für das Maison Heidi ist die grosse gewölbte Räucherküche, an deren Gewölbedecke früher Fleischerzeugnisse geräuchert wurden. Gewölbeküchen gelten als Aushängeschild der ruralen jurassischen Architektur, ganz speziell im Berner Jura und sind bevorzugt aus Kalkstein erbaut. Sie fallen besonders durch ihre stabile Bauweise und Monumentalität auf. Die Küche wurde bei der Restaurierung mit den authentischen, rauchgeschwärzten Wänden belassen. 

Gute Stube
Die Stube, auch „Belle Chambre“ genannt, ist durch den zentralen Küchenraum erschlossen und zeugt vom einfachen Leben der Erbauerfamilie. Über dem Kachelofen in der Stube klettert man durch eine Luke in die darüberliegende Schlafkammer, in der früher die ganze Familie schlief. Eine weitere Schlafkammer wurde vermutlich im 18. Jahrhundert angebaut. Heute befinden sich in der Maison Heidi zwei Doppelzimmer mit Stube und Wohnküche. Für den modernen Komfort wurden zeitgemässe Sanitär-, Küchen- und Heizungsinstallationen ergänzt. Die schlichte Einrichtung mit zeitgenössischen Designermöbeln aus Schweizer Manufakturen übersetzt die Sprache der historischen Architektur fliessend in die Moderne. 

Das Jurabauernhaus war über Generationen in Familienbesitz und wurde
im Jahr 2017 der Stiftung Ferien im Baudenkmal im Baurecht übergeben. Das Haus ist nach der verstorbenen Eigentümerin namens Heidi benannt. Die Instandstellung verlief in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Ein Grossteil der Finanzierung der Instandstellung konnte dank einer Partnerschaft mit der Schweizer Berghilfe gesichert werden. 

© Gataric Fotografie

Weitere Informationen zu der Unterkunft finden Sie hier.

 

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