Haus am Platz

Dicht gedrängt stehen die alten Walserhäuser um den zentralen Dorfbrunnen von Jenaz. So auch das sonnenverbrannte und mit Haussprüchen geschmückte „Haus am Platz“, in dem ab dieser Woche bis zu sechs Feriengäste Prättigauer Baukultur erleben können.

Nach dem Brand im Dezember 1726 im Dorfteil Geesbühl wird das „Haus am Platz“ als erstes von drei zusammengehörenden Häusern der Familie Zingg direkt am Dorfplatz in Jenaz erbaut – je eines für jeden der drei Söhne. Es ist eine Periode des Aufschwungs, die Zeit als der aus französischen Diensten heimgekehrte Christian Zingg, nun Dorfarzt, erfolgreich den Aufbau eines Jenazer Bades vorantreibt, um damit in das damals boomende Wellnessgeschäft einzusteigen. Im Jahr 2017 wurde es von einem ansässigen Architektenpaar erworben und sanft instand gestellt.

Der traditionelle zweigeschossige Strickbau mit gemauertem Sockel und Küchentrakt steht direkt am Dorfplatz von Jenaz. Bemalte Pferdekopfpfetten, Zierkonsolen und Ornamentfriese mit Hausinschriften schmücken die Platzfassade seit bald 300 Jahren. Die ehemalige Raumstruktur des Baudenkmals wurde dank ein paar präzisen Eingriffen den heutigen Ansprüchen gerecht: So können in drei Schlafzimmern bis zu sechs Personen übernachten und in der Stube und Nebenstube sowie in der grosszügigen Loggia und im ehemaligen Stall, der heute als gedeckter Aussenraum genutzt wird, ausspannen. 

Das „Haus am Platz“ befindet sich in Privateigentum und wir über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet. Weitere Informationen zu der Unterkunft finden Sie hier.  

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