Forschung und Prestige

Das im September 2021 offiziell eröffnete Hightech-Gebäude von Ilg Santer Architekten aus Zürich repräsentiert einen hochmodernen Forschungsstandort in einem akademischen Prestigebau. Zukunftsorientierte Infrastruktur und Gestaltung setzen einen wichtigen Meilenstein für die langjährige Erfolgsgeschichte der Universität und bieten eine konkurrenzfähige Basis für fortschrittliche Wissenschaft und Forschung in Basel. Insgesamt werden Kapazitäten für 900 Studierende, 400 Forschende und zahlreiche hochsensible wissenschaftliche Gerätschaften geschaffen.

Der moderne Turm für das neue Biozentrum erstreckt sich über 19 Etagen, von denen drei Geschosse unterirdisch liegen und insgesamt zehn Etagen für den Bereich der Forschung zur Verfügung stehen. Neben dem Biozentrum sind im Gebäude auch das Universitätsrechenzentrum, Hörsäle und Seminarräume sowie eine öffentliche Cafeteria untergebracht. Umgeben wird es von einem grossen, frei zugänglichen Platz, der einen Begegnungsort für den gesamten Life Sciences Campus entstehen lässt. Der prismatische, rechteckige Baukörper überstrahlt in seiner Höhe die Umgebung und markiert die Stadt Basel zeichenhaft als Bildungsstandort. Durch eine innovative und nutzerorientierte Lichtplanung wird das Biozentrum sowohl architektonisch als auch funktional als zukunftsweisendes und technologisches Gebäude definiert.

Individuelle und Funktional
Auf den zehn Etagen für den Forschungsbereich befinden sich grösstenteils Laborräume, in denen Wissenschaftler und Forschungsgruppen ihren Arbeitsplatz finden. Mit dem Einsatz von linearen Profilleuchten mit einer Abdeckung bestehend aus multiplen Linsen, wird ein druckvolles und gleichzeitig blendfreies Licht in den Räumen ermöglicht, um eine adäquate Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Auch in den Büroräumen werden Profilleuchten verwendet, welche speziell für das Projekt auf der Basis einer bestehenden Technik entworfen wurden, die jedoch zusätzlich über eine Indirektkomponente verfügen. Neben einer fokussierten Beleuchtung der Arbeitsfläche wird damit auch eine angemessene atmosphärische Ausleuchtung des gesamten Raumes gewährleistet. Im fassadennahen Bereich sind diese Leuchten zugleich wesentlicher Bestandteil der nächtlichen Aussenwirkung des Gebäudes und lassen den auffälligen Baukörper von innen heraus strahlen. 

In den Mittelzonen der jeweiligen Etagen, wo Sozial-, Besprechungs- und Seminarbereiche verortet sind, sorgen Deckenaufbauleuchten für eine homogene und symmetrische Beleuchtung der offen gestalteten Raumstrukturen. Durch die flexible Schaltung der diffusen und direktstrahlenden Leuchtenkomponenten, können unterschiedliche Stimmungen geschaffen werden und die Beleuchtung an die individuellen Bedarfe unterschiedlicher Nutzer oder Anlässe angepasst werden. Konzentrierte Einzelarbeit wird genauso ermöglicht wie Gruppenbesprechungen und soziales Beisammensein.

In den Fassadennischen des 15. Obergeschosses und der Eingangshalle sind lineare Bodeneinbauleuchten platziert, die einerseits die strahlende Aussenwirkung des Gebäudes unterstützen und andererseits in den unteren Stockwerken für die Verkehrswegebeleuchtung sorgen und den Besuchern des Biozentrums Orientierung geben.

Offene Arbeitswelten
Die Eingangshalle bildet das optische Herzstück des Gebäudes. Sie erstreckt sich über drei Stockwerke und verbindet den ober- und unterirdischen Teil des Biozentrums miteinander. Durch die offene und flexible Gestaltung findet eine Auflösung des strengen, orthogonalen Rasters der anderen Geschosse statt. Stattdessen wurde die Halle als grosszügiger, lichtdurchflossener Ankunfts- und Begegnungsort mit einer direkten Verbindung zum Aussenraum als öffentlich zugänglicher Bereich gestaltet. Wendeltreppen verbinden die architektonischen Inseln über die Geschosse hinweg und lassen den Bereich wie ein lose zusammenhängendes Netz erscheinen. Der Einsatz von Downlights in der Decke ermöglicht dabei eine flexible Grundbeleuchtung.

Innovative Lehrräume
Für die Hörsäle und Seminarräume der Untergeschosse wurde die gleiche und neuartige Leuchte wie in den Mittelzonen verplant. Diese speziell für das Projekt entwickelte Deckenaufbauleuchte ist das Resultat einer Kooperation zwischen Ilg Santer Architekten und Licht Kunst Licht. Die Umsetzung und Produktion der Leuchte erfolgte durch Regent. Durch ihr organisches, ringförmiges Design passt sie formalästhetisch zum minimalistischen und cleanen Look des Biozentrums und integriert sich harmonisch in die Architektur. Ergänzt durch Einbau-Richtstrahler zur Beleuchtung der Wandtafeln in den Lehrräumen sowie LED-Leuchten in den Möbeln zur Stufenbeleuchtung wird ein ganzheitliches, stimmiges Gesamtbild geschaffen – auch und ganz besonders in den unterirdischen Bereichen des Gebäudes.

Komfort im Aussenraum
Da der Neubau des Biozentrums auf einem öffentlichen Platz errichtet wurde, liegt der Fokus der Aussengestaltung auf einer hohen Aufenthaltsqualität und Komfort für Besucher und Passanten. Grosszügige Sitzgelegenheiten, Wasserspiele, Bepflanzung und Kunstinterventionen machen den Universitätscampus wie auch das zugehörige Stadtquartier erlebbar. Eine ausgewogene Beleuchtung dieses Bereichs durch dreiköpfige Mastleuchten vermittelt Orientierung und Sicherheit sowie eine einladende Geste zum Verweilen.

Insgesamt sind alle eingesetzten Leuchten mit LEDs ausgestattet, sodass eine nachhaltige und effiziente Planung umgesetzt werden konnte. Das neue Biozentrum ist nicht nur Ort der Lehre, sondern durch seine aussergewöhnliche Architektur und Gestaltung vor allem ein Ort, der zur gemeinsamen Forschung einlädt.

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