Unter Dach und Fach

Unter Dach und Fach

Begibt man sich von der Autobahn A22 kommend in Richtung des Ortskerns von Sissach, schmückt eine neue Landmarke von VOSS Architects und Ebeling Architekten den Rand des ortszugehörigen Industriegebiets. Auf den ersten Blick wirkt der neue Holzbau wie ein simpler Holzstadel, der sich seinen Platz zwischen all den üblichen Industriebauten und Wellblechgebäuden hart erkämpft hat. Angelehnt ist die formale Sprache des Sissacher Werkhofs dabei an die stereotypischen Bauten des basellandschaftlichen Raums. Doch trotz des ruralen Erscheinungsbilds und der anscheinenden Zurückhaltung in der Ausführung, ist der Neubau durchaus etwas Besonderes: die Innovation liegt im Material, der Baubuche.

 

Unter der Leitung des Generalplaners Rapp Architekten wurde der Gewinnerentwurf eines offenen Wettbewerbes in kürzester Zeit umgesetzt – ohne jegliche Störung des fortlaufenden Betriebs. Dieser ist auch der mittigen Platzierung des neuen Werkhofes zu verdanken, sodass die ehemaligen Räumlichkeiten der Administration am Rande des Grundstücks bis zur Fertigstellung weiterhin genutzt werden konnten. Dank vorgefertigter Holzelemente konnte das Dach vor Ort zügig zusammengesetzt werden. Die einzelnen Sandwichpaneele wurden nach und nach auf die zuvor erstellte Tragstruktur angebracht, so dass binnen kürzester Zeit der Bau gedeckt und der Innenausbau geschützt vor Witterung durchgeführt werden konnte. So konnte das 100 m lange Satteldach, das die darunter liegende Fläche von 2690 m2 überspannt schnell und dabei möglichst einfach umgesetzt werden. Vollständig abgeschlossen waren die Bauarbeiten nach nicht mal einem Jahr, wovon die Arbeiten am Rohbau lediglich drei Monate in Anspruch nahmen.

Mehr zu dem Ersatzneubau des Sissacher Werkhofs finden Sie in unserer Ausgabe 03/20.