Glyzinien, Kultur und wilde Gärten

Glyzinien, Kultur und wilde Gärten

Im Jahr 2013 hat die Stadt Zürich das Koch-Areal von der UBS AG gekauft. Mit der Entwicklung eines Konzepts beauftragt wurde der Projektstab Stadtrat, der das Areal in vier Zonen gliederte und für deren Vergabe einen Wettbewerb durchführte. Die Siegerprojekte wurden nun bestimmt und werden in einem nächsten Schritt weiterentwickelt.

Die drei Bauträgerinnen des Grundstücks sind die Senn Resources AG, die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) sowie die Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk 1. In einem Dialog mit Grün Stadt Zürich haben sie ein Konzept mit vier Baufeldern ausgearbeitet, das die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllen soll. Rund 350 gemeinnützige Wohnungen mit Gewerbeanteil in den Erdgeschossen sowie einem separaten Gewerbehaus und einem Quartierpark als grünem Zentrum des Quartierteils sind geplant. Die Vergabe der beschriebenen vier Baufelder wurde anhand eines Wettbewerbsverfahren entschieden.

Auf dem Baufeld A wird das Siegerprojekt „Blauregen“ von Käferstein & Meister und Murat Ekinci gebaut: ein Gewerbehaus als Ort für Begegnung, Austausch und Produktion. Der Name des Entwurfs bezieht sich auf die Fassade, die sich gegen den Park richtet – diese ist begrünt mit Glyzinien, auch Chinesischer Blauregen genannt. „Moeraki“ wird das 70 m hohe Hochhaus mit Wohneinheiten genannt, auf Baufeld B. Das Gebäude hat die Jury vor allem durch das Konzept zur Förderung der Gemeinschaft, die auch in der Thematik des Wettbewerbsprogramms hervorgehoben wurde, überzeugt. Der Entwurf stammt aus der Feder des Büros Enzmann Fischer. Kombiniert mit einem Zeilenbau, bietet es auf Baufeld C durchgehend öffentliche Flächen für Grossverteiler, Gewerbe und Läden im Erdgeschoss. Auch Räume für Kultur und Gastronomie sind im Grundriss des Projekts „Sale con fritas“ eingeplant. Die Gestaltung des Konzeptes stammt vom Studio Trachsler Hoffmann. Der Quartierpark „Wild at heart“ ist gegliedert in eine offene, grosszügige Wiese und umgeben von einem lichten Baumbestand. Die ehemalige Kohlelagerhalle bleibt in Form eines gedeckten Freiraums erhalten.
Der private Gestaltungsplan wird nach einer Weiterentwicklung der Projekte Anfang 2021 dem Gemeinderat präsentiert. Interessierte aus dem Quartier haben die Möglichkeit, sich in den Projekten, deren Realisierung bis 2024 geplant ist, einzubringen.

stadt-zuerich.ch

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