«Drumrum», der Verein zur Förderung baukultureller Bildung, wurde im Januar 2010 gegründet, ist aber bereits seit Ende 2007 aktiv tätig. Er unterstützt Kinder dabei, ihre gebaute Umwelt neu zu entdecken und mitzugestalten.
Die Orientierung nach aussen beginnt praktisch mit der Geburt. Zwar beträgt die Distanz, auf die das Neugeborene klare Umrisse erkennen kann, höchstens 30 Zentimeter, doch für die elementaren Bedürfnisse reicht das vorerst völlig aus. Die räumliche Wahrnehmung entwickelt sich von nun an rasant und ist im Alter von 8 Monaten bereits fast so gut wie die eines Erwachsenen. Vom eigenen Zimmer geht es bald hinaus in den Kindergarten, die Schule, auf Streifzüge durch Stadt und Land. Der Lebensraum erweitert sich und kann an vielen Orten auf persönliche Vorlieben zugeschnitten werden. Da mutiert das Kinderzimmer zur erklärten Fan-Zone, oder es gilt den geplanten Skater-Park durchzuboxen – junge Menschen wollen sich an der Diskussion um ihre gebaute Umwelt beteiligen. Drumrum gibt ihnen in vielseitigen Workshops die Möglichkeit dazu. Die «Raumschule» regt Kinder ab 4 Jahren an, ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen, neu zu entdecken und aktiv mitzugestalten. Die Projekte in Basel und in anderen Regionen der Schweiz (auf Anfrage) richten sich an alle jungen Menschen, aber auch an interessierte Schulen und Gruppen. Sie werden von Architekten, Pädagogen und Kunstschaffenden altersgerecht konzipiert und kompetent begleitet. Ob bei der Expedition durchs vertraute Quartier, im Beschilderungsdschungel des Bahnhofs oder bei der Innenraumgestaltung im Modell, das Programm lässt viel Raum für Visionen. Und es wird gebaut: mit Papier, Bändern, Gips, Karton und vielem mehr. Drumrum vermittelt einen kreativen Zugang zu räumlichen Zusammenhängen sowie zur Geschichte und Qualität der gebauten Umgebung, denn «all unser Tun beansprucht Raum – und Raum beeinflusst all unser Tun», ist Nevena Torboski, dipl. Architektin HTL und Gründerin des Vereins, überzeugt.